Swintts Blick zurück auf die Frucht-Klassiker
So kommt Seven Seven vom Hersteller Swintt daher: ein bisschen vom Reiz alter Früchteautomaten, gemischt mit der heißeren Atmosphäre glühender Flammen plus einer Prise Spielhallen-Nostalgie. Mein Guthaben fiel in dieser Session von 500,00 auf 380,00. An die Vergangenheit erinnert sich jeder anders. Was Seven Seven zu bieten hat, ist aber Swintts Perspektive auf das, was viele für das goldene Zeitalter der Spielautomaten halten – die Frucht-Klassiker. Swintt hat das Spiel mit Symbolen aus jener Epoche auf 5 Walzen und 5 feste Gewinnlinien gestellt. Ein Wild-Symbol gibt es nicht, und auch eine Gamble-Runde fehlt. Auf jeden Zusatz hat Swintt verzichtet, was es in jeder Hinsicht zu einem schlichten Spiel macht.
So viel knallige Farbe ist hier im Gange, dass du keinen Zweifel hast, dass die Klassiker zurück sind, und stell dir einen fruchtigen Mix vor, Cherries treffen auf Lemons und Watermelons, mit einem Auftritt der Flame als Scatter. Neben Cherries, Lemons und Watermelons drehen auch Oranges, Plums und Grapes mit. Auch einen Schuss der heißeren Seite gibt es, aus einer Epoche, die für Automaten bekannt war, bei denen alles auf ein einziges Symbol hinauslief – die Seven. Vier Sevens auf einer Gewinnlinie zahlen das 200-Fache des Gesamteinsatzes, drei das 20-Fache.
Dass Swintts Spiel längst nicht so verworren ist, ist die erfreuliche Nachricht für Spieler – ganz im Gegenteil. Die Gewinntabelle bezieht sich auf den Gesamteinsatz, jeder Gewinn ist also ein Vielfaches davon. Alles, was geschieht, geschieht auf den Walzen. Von links nach rechts auf benachbarten Walzen geschieht es. Nur die höchste Kombination zahlt pro Gewinnlinie, und die Gewinne der einzelnen Gewinnlinien werden summiert. Auf Spin 63 addierten sich so drei Plums, drei Flames und zwei Cherries zu 56,00. Offenkundig ist, dass Swintt hier nichts verbergen wollte.
Die Anzahl der Gewinnlinien liegt fest bei 5, verteilt über einen Spielbereich mit 5 Walzen und 3 Reihen. Die Flame ist davon ausgenommen und zahlt dort, wo sie landet. Frucht-Klassiker sind eine recht schnörkellose Angelegenheit. Jedenfalls waren sie das, bevor sie sich mit Features vollsogen. Freispiele oder eine Bonusrunde bietet Seven Seven nicht. Bei 94,35 % liegt der RTP. Erwarte nur nicht, aus beständigen Treffern allzu viel herauszuschlagen. In meinem Test blieb kein einziger Treffer unter dem Einsatz, und die Trefferrate dieser Session lag bei 17 %.
Mit dem Thema laufen alle beteiligten Symbole mit. Die geringwertigen Symbole bestehen aus Lemon, Orange, Plum und Cherry, nach ihnen kommen Grapes und Watermelon und dann die Seven. Diese vier Früchte zahlen für fünf gleiche das 40-Fache und für vier gleiche das 10-Fache des Gesamteinsatzes. Ein voller Fünfergewinn aus höherwertigen Symbolen ist ein Gewinn vom 100- bis 1000-Fachen des Einsatzes wert, und das einzige Symbol, das schon ab zwei gleichen zahlt, ist Cherry, und zwar das 1-Fache des Gesamteinsatzes. Grapes und Watermelon liefern für drei gleiche das 10-Fache des Gesamteinsatzes.
Die Flame zahlt, wo sie landet
Mit nicht weniger als einem einzigen Feature kommt Seven Seven, und das ist das Scatter-Symbol. Die Flame löst dabei nichts aus, sie ist ein reines Gewinnsymbol.
Scatter (Flame) – unabhängig von den Gewinnlinien ist dieses Symbol und zahlt daher an beliebiger Position auf den Walzen; zu den Gewinnlinien-Gewinnen werden Scatter-Gewinne summiert. Von jeder Position auf den Walzen zahlt der Scatter auch in Endorphinas Lucky Streak 1, einem weiteren Frucht-Klassiker, dessen Grundspiel ohne Freispiele und ohne Bonusrunde alles trägt. Nur der höchste Scatter-Gewinn zahlt. Das 2-Fache liefern drei Flames, vier das 10-Fache und fünf das 50-Fache des Gesamteinsatzes. Für den größten Scatter-Gewinn muss also jede der fünf Walzen eine Flame zeigen.
168 Spins zu 8,00 und was sie zurückgaben
Eine schlichte Momentaufnahme der Automatenkultur von früher ist Seven Seven. Dabei umgeht es größtenteils den überzogenen Feature-Geist, den moderne Spiele so gut transportieren. Auf festen Gewinnlinien und ohne Freispiele bleibt auch BGamings Miss Cherry Fruits, ein weiterer Frucht-Klassiker. Zu diesem Spiel, bei dem alles auf einen Blick erfassbar ist, neigt Seven Seven in gewisser Weise – jedenfalls visuell –, mechanisch behält es seine Wurzeln. Kurz gesagt, gelungen ist es Swintt, die gelassene Schlichtheit nachzuempfinden, die der Frucht-Klassiker einmal losgetreten hat.
Weiter zur spielerischen Seite. Sie fällt in mancher Hinsicht so aus, wie du es von einem mittelvolatilen Spiel ohne Bonusrunde erwarten würdest. Das Grundspiel kann sich anfühlen, als säßest du vor einem Automaten und sähest der Welt beim Vorbeiziehen zu, wenn keine Kombinationen landen; behaglich, aber mühsam, viel zu erzielen. Über 168 Spins zu 8,00 gingen 1.344,00 hinein und 1.224,00 kamen zurück. Bezahlt haben davon 28 Spins. Das entspricht einem Session-Ertrag von 91,1 %. Über 24 Spins lief der längste Durchhänger ohne Gewinn und endete auf Spin 118.
Seven Seven neckt gerne, wie ein Klassiker es eben tut, und die kleinen Treffer machen sich dessen mitunter schuldig, indem sie drei Lemons oder drei Oranges liefern. Auf Spin 27 waren es drei Lemons, auf Spin 33 drei Oranges, beide Male 32,00. Die werfen zumeist nur das 4-Fache des Einsatzes aus. Noch eine Stufe höher ist allerdings die Seven, insbesondere zu dritt. Drei Sevens zahlen das 20-Fache des Gesamteinsatzes. In meinem Test brachte das auf Spin 45 exakt 160,00 und hob das Guthaben auf seinen Höchststand von 1.132,00. Höher fiel in dieser Session nur ein einziger Spin aus.
Und dann wiederum treffen sie aus dem Nichts und verknüpfen einen Haufen zu einem stattlichen Gewinn. Fünf Oranges landeten auf Spin 21 auf zwei Gewinnlinien und zahlten 640,00, das 80-Fache des Einsatzes; Gewinne bis zum 1000-Fachen des Einsatzes nennt die Gewinntabelle für fünf Sevens. Nach diesem Spin stand mein Guthaben bei 1.068,00.
Das Thema wird für manche nicht das Gelbe vom Ei sein. Doch es fühlt sich an, als hätte Swintt jede Menge Spaß beim Machen von Seven Seven gehabt, und sein schmaler Satz an Symbolen kann beharrlich necken. Sieben Gewinnsymbole und der Scatter stehen auf den Walzen. Genau richtig ist er aber, wenn er zusammenwirkt, um etwas Besonderes hervorzubringen.