Ein Großraumbüro als Kulisse, und sonst wenig
Nun, bestenfalls mäßig waren die ersten Eindrücke. Auf Spin 129 endete in meinem Test die längste Strecke ohne Gewinn, sie hatte 28 Spins gedauert. Um zu demonstrieren, was es kann, wählte das Team ein gängiges Thema, nämlich das des Büroalltags und des Zahltags, und The Bonus Day, so wurde es benannt, macht auch keinen bemerkenswerten Gebrauch vom Thema. Auf einem 5x3-Raster mit 243 Gewinnwegen findet die Action statt. Sie zahlen von links nach rechts auf angrenzenden Walzen. Pro Gewinnweg zahlt dabei nur der höchste Gewinn, zusammentreffende Gewinne werden addiert. Bei all dem Gerede vom großen Zahltag ist das kaum inspirierendes Material. Das Bonus-Symbol zahlt im Grundspiel selbst nichts und dient allein als Auslöser. Es gibt keine Chefs, die Konfetti werfen, oder Kollegen, die Sektkorken knallen lassen, um sie auf arme Sachbearbeiter am Schreibtisch zu schleudern. Dadurch fehlt dem Spiel ein wenig Charakter. Zwischen den Auslösungen besteht das Grundspiel aus den 243 Gewinnwegen und den Wilds auf den Walzen 2 bis 5, wo ein paar Wilds nebeneinander einen Treffer von wenigen Einsätzen ergeben. Bei The Bonus Day gibt es allerdings ein Gefühl wie bei einem realen Automaten. Zwei meiner Hold & Win Runden lagen nur drei Spins auseinander, auf Spin 425 und auf Spin 428. Wenn das Studio also darauf abzielte, ist es ihm gelungen, und wenn dir der Ansatz gefällt, bestens; wenn nicht, wirkt The Bonus Day enttäuschend karg.
Beim 10.000-Fachen des Einsatzes pro Runde liegt der Höchstgewinn. Beim Erreichen endet die Runde umgehend, und übrige Features verfallen. In meinem Test über 500 Spins zum Einsatz von 3,00 zahlten 103 Spins überhaupt etwas, also 21 %. Damit brachten 55 Spins mindestens den Einsatz zurück. Davon blieben 48 unter dem Einsatz. Zehn dieser Spins endeten im Hold & Win Feature.
Aus Chef mit Bargeld, jubelndem Mann, erfreuter Frau, Brieftasche mit Kreditkarte, Sparschwein, Cocktail, dem Telefon „Deposit received" und dem Employee of the Month-Abzeichen bestehen die Gewinnsymbole. Alle Symbole außer den Bonus-Symbolen ersetzen Wilds. Nur auf den Walzen 2, 3, 4 und 5 erscheinen sie dabei aber. Ein Gewinnweg beginnt damit immer mit einem echten Symbol auf Walze 1. Zusätzlich besteht über Random Wilds bei jedem Grundspiel-Spin eine zufällige Chance, dass 3 bis 12 Wilds auf den Walzen 2 bis 5 verstreut werden, und jede Walze hat außerdem Stacked Mystery Symbol-Positionen. Random Wilds treten nicht zusammen mit dem Nudging Multiplier Wild Reel, dem Hold & Win Feature oder dem ATM Bonus auf und bleiben auch aus, wenn Bonus-Symbole erscheinen. Nach dem Spin decken diese alle dasselbe Zufallssymbol auf – niemals Bonus, Wild oder Wild Reel.
Sechs Bonus-Münzen, und die Walzen wachsen auf 10x6
6 oder mehr verstreute Bonus-Symbole zu landen löst das Hold & Win Feature des Spiels aus, und zu Beginn dieser Runde vergrößern sich die Walzen auf 10x6. Bei mir kam die erste Auslösung auf Spin 68 und brachte 117,00, das 39-Fache des Einsatzes. Bei Aktivierung werden die auslösenden Symbole gehalten und anfangs 3 Respins vergeben. Gespielt wird zum auslösenden Einsatz. Jedes neue Bonus-Symbol im aktiven Bereich setzt dabei die Respins auf 3 zurück und rastet an Ort und Stelle ein. In 4 Bereiche teilt sich der Bildschirm, 1 aktiv und 3 gesperrt. Bonus-Symbole in den gesperrten Bereichen werden zwar fixiert, setzen die Respins aber nicht zurück und zählen erst mit, wenn ihr Bereich sich öffnet. Der dritte wird bei 19 und der vierte bei 34 gesammelten Bonus-Symbolen freigeschaltet. Sind die Respins verbraucht oder alle 60 Positionen besetzt, endet die Runde.
Abhängig vom auslösenden Einsatz tragen die Bonus-Symbole einen Betrag von 2,00 bis 20,00 oder einen der fixen Preise Mini 30,00, Minor 60,00, Major 80,00, Maxi 200,00 und Super 800,00. Sechs meiner zehn Runden blieben unter 60,00, die kleinste bei 19,20 auf Spin 422. Wer alle 60 Positionen bei allen 4 freigeschalteten Bereichen füllt, gewinnt den Grand Prize von 20.000,00. Während des Features werden Symbolauszahlungen nicht vergeben. Der Ertrag einer Runde hängt damit allein an den fixierten Bonus-Symbolen.
Wenn Bonus-Symbole zu ihm hinauffliegen, kann im Grundspiel zufällig der ATM Bonus ausgelöst werden. Bei 5 oder weniger Bonus-Symbolen fügt er hier so lange welche hinzu, bis es 6 sind. Damit startet dann unmittelbar das Hold & Win Feature. Bei 6 oder mehr steigert er den Wert einiger Bonus-Symbole, oder er löst den Pick Bonus aus. Der Wert eines Symbols lässt sich dabei nur einmal erhöhen. Der Pick Bonus ist nur über ihn zugänglich und bietet 12 Symbole an. Du deckst sie auf, bis 3 gleiche übereinstimmen, mit Major, Maxi, Super und Grand als denkbaren Preisen.
Ein weiteres Extra ist das Nudging Multiplier Wild Reel, das nur auf Walze 3 erscheint. Dort rückt ein partieller Stapel nach oben oder unten, um Walze 3 als Full Wild Reel zu füllen, was zufällig 2x, 3x, 5x, 8x oder 10x auf die Gewinnkombination vergibt. Über Second Chance wird es auf Walze 3 gehalten und ein kostenloser Respin auf den restlichen Walzen vergeben, wenn es keinen Gewinn erzeugt. Dieser Respin steht einmal pro Spin zu und läuft zum auslösenden Einsatz.
Spieler können zuletzt 160,00 zahlen, um über die Buy Bonus-Option 6+ Bonus-Symbole und damit das Hold & Win Feature auszulösen. Meine 500 Spins liefen ohne Bonuskauf, die zehn Runden kamen alle aus dem Grundspiel.
Was 500 Spins zu 3,00 vom Guthaben übrig ließen
The Bonus Day kommt bei so viel Erfahrung, aus der Betsoft schöpfen kann, als eine ziemliche Enttäuschung herüber, und es ist sicherlich kein wild originelles Erlebnis, das Spieler an Orte bringt, an denen sie noch nie waren – ganz im Gegenteil. Aus demselben Jahr stammt bei Betsoft auch The Kingdom of Cardia. The Bonus Day fühlt sich von einem 08/15-Thema bis zu aufgewärmten Features wie Spielen von anno dazumal an. Von 1.500,00 Einsatz brachten meine 500 Spins nur 1.026,30 zurück, also 68,4 %. Das entspricht einem Minus von 473,70 über die 500 Spins. Nie kletterte das Guthaben über die 1.000,00, mit denen ich gestartet war, bis hinunter auf 309,40 am niedrigsten Punkt. Der zweitgrößte Treffer waren 117,00 auf Spin 68.
In diesem Sinne ist The Bonus Day nicht gänzlich frei von durchdachtem Design. Obwohl sie ziemlich Jacke wie Hose sind, sorgt es bis zu einem gewissen Grad für Vielfalt, vier Bereiche zu haben, die sich nacheinander öffnen, wenn das Bonusspiel ausgelöst wird. Zehnmal traf mich das Hold & Win Feature, immer mit 3 Respins zu Beginn. Zweimal lagen 101 Spins zwischen zwei Auslösungen. Nur einmal, auf Spin 428, kam ein Retrigger dazu. Diese Runde zahlte 75,00, während das Grundspiel auf demselben Spin 10,80 brachte. Insgesamt zahlten diese Runden 630,00 und damit 61 % von allem Gewonnenen. Aus dem Grundspiel kamen über die 500 Spins entsprechend 396,30. Der größte Treffer waren 132,00 auf Spin 481, das 44-Fache des Einsatzes. Danach stand das Guthaben bei 517,60. Hätte Betsoft die Features tief in einem packend originellen Thema vergraben, wäre das Spiel vielleicht reizvoller gewesen. The Bonus Days Allerweltsgameplay und sein Aussehen von der Stange schaffen es, so wie es ist, nicht, viel Euphorie hervorzurufen. Auf Spin 425 hatte eine Runde 90,00 gebracht, das 30-Fache des Einsatzes.
Das ist ihnen gelungen, wenn Betsoft behutsam sicherstellen wollte, dass dieser Slot störungsfrei läuft, statt sich darauf zu konzentrieren, Spieler mit wilder Innovation zu verblüffen. Im selben Jahr hat Betsoft auch The Robbery veröffentlicht. Wird Betsoft beim nächsten Mal die schöpferischen Schleusen öffnen, nun, da sozusagen die Kirsche gepflückt ist? Eine große Überraschung wäre es, sie mit etwas Über-Revolutionärem nachlegen zu sehen, angesichts dessen, wie sicher sie es mit The Bonus Day gespielt haben. Mein Test endete nach 500 Spins bei einem Guthaben von 526,30. Aber vielleicht ist Schock und Ehrfurcht der längerfristige Plan?